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Donnerstag, 11.01.2018

GV-Barometer 2018: Gutes Investitionsklima

Die Hälfte der größeren GV-Betriebe plant kostenintensive Investitionen. Foto: Hamburg Messe/Katrin NeuhauserDie Hälfte der größeren GV-Betriebe plant kostenintensive Investitionen. Foto: Hamburg Messe/Katrin Neuhauser

Mit 59 Prozent ist die Investitionsbereitschaft in der Gemeinschaftsgastronomie ähnlich hoch wie im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis des aktuellen GV-Barometers im Auftrag der Internorga zum Innovations- und Investitionsklima in Betriebsrestaurants, Kliniken und Senioreneinrichtungen.

Als gut bewerten rund 71 Prozent aller Betriebe mit mehr als 1.000 warmen Essen pro Tag das Investitionsklima. Bei kleineren Betrieben mit täglich unter 500 Essen empfindet dies nur knapp die Hälfte genauso. Nur jeder zweite Gemeinschaftsgastronom hat bereits sein Budget für Ausgaben fest eingeplant. Etwa die Hälfte der befragten Verpflegungsstätten, die Investitionen planen, rechnen laut der Studie mit einem Budget von über 50.000 Euro.

Technische Ausstattung an erster Stelle


Den größten Anteil an den geplanten Anschaffungen haben Geräte zum Kochen und Backen gefolgt von Geschirr und Bestecken, jedoch ist hier bei den Kliniken ein Rückgang von über 10 Prozent gegenüber 2017 zu beobachten. Nur jedes fünfte Betriebsrestaurant plant auch Ausgaben für das Inventar und den Gastraum. Die gößte Investitionsbereitschaft zeige sich bei Betriebsrestaurants, während nur ein Drittel der Seniorenheimen umfassende Anschaffungen planen.

Gesundheit und Bio-Produkte


Laut GV-Barometer rücken gesundheitliche Aspekte im Angebot weiter in den Fokus. Rund 60 Prozent der Gemeinschaftsgastronomen sehen sich in der Verantwortung und wollen positiven Einfluss durch gesunde Essensangebote nehmen. Saisonale und regionale Speisen liegen ebenso im Trend wie vegetarische. Bio-Produkte kommen immer mehr zum Einsatz. Jeweils 40 Prozent der GV-Betriebe setzen bei Salat, Gemüse und Obst Bio-Produkte ein, bei Fleisch liegt der Anteil leicht darunter.

Während in Seniorenheimen und Kliniken unter anderem spezifische Angebote für Allergiker im Vordergrund stehen, nehmen über die Hälfte der Betriebsrestaurants auch Trends wie Streetfood, vegane Gerichte und Premiumburger auf. Tierwohl ist in allen Bereichen der Gemeinschaftsgastronomie ein Thema, mehr als 50 Prozent verarbeiten Fleisch aus artgerechter Haltung.

Aktives Waste-Management


Der Anteil der Portionen, die von Gästen nicht vollständig verzehrt werden, ist in der Gemeinschaftsgastronomie unterschiedlich hoch. Am höchsten ist dieser in Kliniken, wo jedes fünfte Gericht nicht aufgegessen wird. Um Abfall zu vermeiden, betreiben über die Hälfte aller Befragten Waste-Management-Programme. Als beliebteste Maßnahme zur Vermeidung von Lebensmittelresten bieten 60 Prozent ihren Gästen individuelle Portionsgrößen an. Unterstützend vertraut etwa jeder dritte Gastronom auf spezielle Software, um genaue Produktionsmengen zu berechnen.





Über das Internorga GV-Barometer



Das GV-Barometer gibt der Lebensmittelindustrie und den Zulieferern anlässlich der Internorga wichtige Orientierung über das Innovations- und Investitionsklima in der Branche. Für die repräsentative Umfrage GV-Barometer 2018 hat Marktforscher Prof. Dr. Wolfgang Irrgang vom 23. Oktober bis 14. November 2017 in insgesamt 309 GV-Betrieben die Entscheidungsträger im Verpflegungsbereich (in der Regel die Küchenleiter) telefonisch befragt. Dazu zählten 151 Betriebsrestaurants sowie 158 Betriebe aus dem Care-Bereich, davon 79 Krankenhäuser, Sanatorien und Reha-Kliniken sowie 79 Seniorenheime.

Weitere Informationen zur Internorga 2018 unter: www.internorga.com, www.facebook.com/internorga/, www.instagram.com/internorga/


Redaktion gv praxis