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Mittwoch, 11.10.2017

Studie von BVE und GfK: "Verbraucher wollen sich zunehmend ausgewogen ernähren!"



Verbraucher wollen sich zunehmend ausgewogen ernähren”, fasst Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) die Ergebnisse der neuen Gemeinschaftsstudie mit der Gesellschaft für Konsumforschung GfK, die Consumers‘ Choice ’17, zusammen. "Wunsch und Wirklichkeit passen aber nicht recht zusammen, jeder zweite weiß mit dem Schlagwort 'gesunde Ernährung' nichts anzufangen. Diese Lücke müssen wir mit Aufklärung schließen."

Die Studie mit dem Titel 'Auf der Suche nach neuen Ernährungsmustern. Die Verbindung von Genuss, Gesundheit und Gemeinschaft in einer beschleunigten Welt' wurde kürzlich anlässlich der Anuga in Köln vorgestellt. Sie untersucht welche Ernährungstrends sich dauerhaft am Markt etablieren und wie Lebensmittelhersteller auf diese Trends reagieren.

Gesunde Ernährung und Bewegung sind jungen Konsumenten wichtig


Der positive Zusammenhang von Sport und Ernährung für die Gesundheit verfestigt sich zunehmend im Bewusstsein der Verbraucher. Protein-Produkte sind das Wachstumssegment des Jahres, überdurchschnittlich hoch ist die Nachfrage bei den jungen sowie Fitness-orientierten Konsumenten (hier kauft fast jeder Zweite). Die Jungen treiben auch weitere Trends wie glutenfrei, zero oder laktosefrei.

Erstaunlich hoch zeigt sich dabei aber die Unwissenheit der Verbraucher zum Thema gesunde Ernährung, 54 Prozent geben an, sich nicht auszukennen.

Verbraucher wollen frische Produkte


In den letzten zehn Jahren ist die Frische-Orientierung der deutschen Haushalte um 44 Prozent gestiegen, damit bevorzugt heute fast jeder Zweite (46 Prozent) Lebensmittel aus dem Frischesortiment im Gegensatz zu Konserven. Trendbewusste Verbraucher wollen sich selbstbestimmt ernähren. Trends wie Bio, Gourmet oder Convenience haben sich bereits mit beachtlichen Marktanteilen (6,1 Mrd. Euro, 3,1 Mrd. Euro bzw. 4,4 Mrd. Euro in 2017) etabliert, wachsen aber nur noch moderat im einstelligen Bereich.

Die höchsten Wachstumsraten weisen heute die Produkttrends Protein (62,2 Prozent), Soja (21,3 Prozent) und Veggie (18,1 Prozent) auf. Dabei verdrängen die neuen Produkttrends keineswegs die alten, sondern bauen auf ihnen auf. Allen Trends gemeinsam ist der Fokus auf eine gesunde Ernährung.

Die Aufgeschlossenheit der Verbraucher kennt aber Grenzen, so haben extreme Ernährungstrends wie paleo, vegan, Insektenfood oder in-Vitro Fleisch so gut wie keine Akzeptanz bei den Verbrauchern. In den letzten vier Jahren ist außerdem die Zahl der Verbraucher, die jeden Tag traditionell kochen um gut sechs Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Konsumenten, die unterwegs essen oder snacken sowie derer die sehr gelegentlich aber dafür hochwertig Kochen, steigt hingegen. Diese Konsumenten finden sich vor allem in den jüngeren trend-affinen Generationen.

Für die Studie wurden Verbraucherdaten von 30.000 repräsentativen Haushalten des GfK-Haushaltspanels ausgewertet. Die Studie Consumer’s Choice '17 kann hier kostenlos bestellt werden:

www.bve-online.de




Redaktion food-service